„Atme Regen.“ Was in aller Welt bedeutet das denn?
Auf Phnong, selbst wenn ich die Worte verstehe, verstehe ich oft
den Sinn nicht. Auf Khmer ist dieser Satz einfacher. „Der
Himmel will regnen.“ Ich habe gleich beim ersten Mal richtig
geraten mit „Es sieht nach Regen aus“. Ich erkenne
langsam, dass es mehr bedeutet als nur die Worte zu lernen, wenn
man lernen möchte zu kommunizieren. Ich muss lernen die Worte
richtig zu benutzen um meine Botschaft zu vermitteln.
Andernfalls werden meine Zuhörer etwas ganz anderes aus meinen
Worten verstehen.
Stell Dir nur einmal vor Du würdest es schaffen eine Woche Urlaub in Kambodscha zu verbringen. Bevor du nach Hause fliegst kaufst du dir ein Taschenwörterbuch und beginnst damit Wort für Wort eine kurze Predigt auf Khmer zu schreiben, um den kambodschanischen Menschen zu helfen etwas über Gott zu lernen. Du schreibst: „Meine lieben Brüder und Schwestern. Ich möchte dass ihr wisst das Gott euch liebt. Ich bin gekommen um euch über Jesus zu erzählen. Er hat gesagt dass ihr von neuem geboren werden müsst. Ich werde darum beten, dass jeder von euch mit dem Heiligen Geist erfüllt wird und das verlangen bekommt bald getauft zu werden. Ich habe jeden von euch lieb und hoffe euch bald im Himmel wieder zu sehen.“
Deine Khmer Zuhörer würden deine Worte verstehen, aber
nicht was du damit sagen möchtest.
Sie würden folgendes hören: „Meine lieben Verwandten.
Ich möchte dass ihr wisst, dass Buddha euch liebt. Ich bin
gekommen euch über den Jesus Gott zu erzählen. Er hat
gesagt dass ihr reinkarniert werden müsst. Ich werde zu Buddha
beten, dass jeder von euch mit dem heiligen Geist der Toten erfüllt
wird und das verlangen bekommt bald an der „nimm doch mal
ein Bad“ Zeremonie teilzunehmen. Ich habe jeden von euch
lieb und hoffe das ich bald mit euch zusammen einen Status des
ewigen Nicht-Seins erreichen werde.“
Sprache ist mehr als Worte – es bedeutet zu verstehen wie.
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